Nouchine zeigt Tuol Tom Poung

Ein Streifzug durch die kleinen Straßen gibt schnell einen Überblick über die soziale Mischung in dem Stadtteil. Langzeit Touristen, Praktikanten und preisbewusste Expats, die mehr Geld haben als die Kambodschaner, aber weniger als die Rund-um-sorglos-Paket Expats, leben hier. Sie scheinen gerne Kaffee zu trinken, ständig essen zu gehen und hippe Vintagekleidung zu bevorzugen.

 

Überall sprießen Bioläden aus dem Boden, dessen organisch und fair gehandelter Bestand in Wirklichkeit aus denselben Großanlagen stammt wie das Gemüse in den Supermärkten.

 

Dafür kann man sich abends in den unzähligen Bars und kleinen Restaurants die Kante geben und seine Lebensplanung mit gleichgesinnten erörtern („Bloß nicht Mitte dreißig werden“).

 

Wir genießen vielmehr den versteckten Altbestand an Khmer-Läden, in dehnen zahnlose Dinosaurier Telefonguthabenkarten, Kimchi-Kaugummi und Feuerzeuge verkaufen. Man sieht ihnen die Ratlosigkeit über ihre neue Umgebung an. Genau das eint uns ja so sehr mit ihnen.

 

Zwischen Deep-dish Pizza und veganen Detox-Smoothies lernen nun die Kinder Fahrrad im Straßenverkehr zu fahren, ihre Angst vor streunenden Hunde zu mäßigen und stets gut gelaunt zurück zu lächeln.

 

Manchmal sagen Besucher uns, was das für ein nettes Viertel sei und wie schön es ist, dass wir nun hier wohnen. Sie sind wahrscheinlich noch nie in Tuol Kork gewesen.